Mit einer Schulung zur Elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) dürfen auch Mitarbeitende ohne elektrotechnische Ausbildung einfache Arbeiten im Elektrobereich (unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft) übernehmen.
Besonders in Handwerks- und Industrieunternehmen ist die Qualifikation zur EuP dringend notwendig. Somit dürfen einfache elektrische Störungen auch von Nichtelektrikern behoben werden.
Zu den typischen Aufgaben der EuP zählt beispielsweise das Bedienen von Schutzeinrichtungen (Sicherungen, FI-Schalter, Motorschutzschalter, Lichtschranken etc.), das Auswechseln von Leuchtmitteln oder das Betreten elektrischer Betriebsräume.
Voraussetzung dafür ist, dass die EuP zuvor von einer Elektrofachkraft in die übertragenen Aufgaben und mögliche Gefahren unterrichtet (erforderlichenfalls angelernt) sowie vom Arbeitgeber dazu berufen wird (EuP Schein).
Ihr Weg zur Elektrotechnisch unterwiesenen Person
In diesem EuP-Seminar erwerben Sie die notwendigen Grundkenntnisse der Elektrotechnik, um in Zukunft als elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) sicher und fachkundig tätig werden zu können.
Sie lernen die gesetzlichen Anforderungen für Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln sowie das Funktionsbild der EuP kennen. Nach dem Seminar wissen Sie, wo die Grenzen des Tätigkeitsbereiches einer EuP liegen und wann eine Elektrofachkraft erforderlich ist.
Sie werden von einer Elektrofachkraft der Technischen Akademie Burgenland über die Gefahren des elektrischen Stroms sowie geeignete Schutzmaßnahmen und persönliche Schutzausrüstung unterwiesen.
Hinweise zum Verhalten bei Störungen an elektrischen Anlagen oder Betriebsmitteln und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Stromunfällen runden die EuP Schulung ab.
Nach dem Seminar und erfolgreich absolvierter Lernkontrolle erhalten Sie einen schriftlichen Fachkundenachweis (EuP-Zertifikat) mit einer umfangreichen Auflistung der vermittelten Lerninhalte.


